Damit eine heiße Szene gelingt und auch „hot“ rüberkommt braucht es mehr als nur eine korrekte Übersetzung. Wie uns Vanessa L. schon verraten hat ist das Gefühl, das beim Leser ankommen soll wichtig. („Wie übersetzt man eigentlich Sex? #Herzenstage“) Bestimmte Begriffe sind da einfach ein No-Go!

Was-ist-YoungHier findet ihr eine kleine Liste von fiesen Übersetzungsfallen und guten Tipps, wie man das ganze auch im Deutschen ästhetisch und ansprechend ausdrücken kann. Sodass die Szene auch wirklich heiß macht!

 

 

  • „How to Cry“: Bei cry wenn lustvoll bitte möglich auf das deutsche Wort schreien verzichten, lieber je nach Situation (auf-)stöhnen, seufzen, ausstoßen, keuchen … maximal (kurz) aufschreien (solange es lustvoll und nicht panisch ist) und Sie rief seinen Namen, sie schrie ihn nicht. Hintergrund: schreien hat so etwas Panisches bis Schmerzhaftes.
  • „Like an Animal“: Wenn möglich bitte im Deutschen kein grunzen für to grunt, lieber leise fluchen, (genervtes/verzweifeltes) (auf)stöhnen … , bitte auch kein quieken (to squeal) oder nur im Notfall quietschen und lieber einen kurzen (von mir aus auch spitzen/lustvollen) Schrei aus stoßen, außerdem: Alpha-Männer, die knurren und bellen, wirken meist unfreiwillig komisch statt hot (auch wenn sich die Romace-Leser längst daran gewöhnt haben). Zusammengefasst: Animalische Laute dürfen gerne etwas freier bzw. mit ihrem unanimalischen deutschen Äquivalent übersetzt werden (außer der Text verlangt es eindeutig).
  • „How to Ask for More“: Auch wenn to whimper dasteht, bitte nur im Notfall mit wimmern/winseln übersetzen – das ist nur selten sexy, wenn die Heldin sehnsüchtig nach mehr verlangt und plötzlich anfängt zu winseln.
  • „Nibble, NibblÜbersetzungsfallene, Gnaw“: Bei to nibble auf Deutsch auf das typische knabbern gerne verzichten – sei es die Brustwarze (die manchmal besser Nippel heißt), das Ohrläppchen oder die Lippe, lieber leicht/sanft … saugen oder so was. (Hintergrund: Einfach mal knabbern bei der Google-Bildersuche eingeben …)
  • „Lasches lutschen“: Das Verb lutschen ist nur selten sexy. Lecken, kosten, saugen … sind je nach Situation oftmals heißer.
  • „Touret“: Bitte möglichst keine despektierlichen Begriffe wie Möse, Muschi, Fotze, Titten usw. verwenden (Ausnahmen: In der direkten dirty Rede, da aber sparsam einsetzen!). New Adult ist kein Porno.
  • „Make fucking love“: Bitte mit Bedacht mit Begriffen wie ficken und den Synonymen (vögeln, rammeln, nageln, bimsen, pudern, bumsen, wichsen usw.) umgehen. Nicht und niemals (außer ironisch): durchnudeln.
  • „Besuch beim Arzt“: Bitte keine Begriffe verwenden, die aus dem gynäkologischen bzw. urologischen Fachbuch stammen (z.B. Geschlecht, Vulva, Scrotum usw.). Ausnahmen: Klitoris (besser: Kitzler), Schamlippen, Penis, Hoden usw. sind absolut in Ordnung.
  • „Indirekt zum Höhepunkt“: heiße SzenenUmschreibungen, die die Fantasie anregen, sind erwünscht. Beispiel: Er schob die Hand zwischen ihre Schenkel und fühlte, wie sehr sie sich nach seiner Berührung sehnte. Aber: Von Lustgrotten und Fleischpeitschen wollen wir nicht lesen, dann lieber das Kind beim Namen nennen. Grenze: Die Zungen bitte nicht wild in den Mundhöhlen herumkreiseln lassen, dann lieber vertiefte sich der Kuss. Manchmal kosten sie einander, manchmal tanzen die Zungenspitzen miteinander … Wie immer: Fingerspitzengefühl ist gefragt.
  • „Wetness“: Frauen sind besser feucht als nass.
  • „Das schöne Geschlecht“: do – Erektion, Penis, Schwanz; don’t: lange Härte,
  • „Das starke Geschlecht“: do – heiße Mitte, Vagina; don´t: Lustgrotte

 

Ich hoffe wir konnten euch damit schon ein paar gute Tipps zu einer gelungenen heißen Szene geben. Viel Spaß beim ausprobieren!