Die meisten romantischen Filme beginnen mit der gleichen Szene: eine Frau betritt eine Bar und schaut sich suchend im Raum um. Ihr Blickt trifft auf einen ihr fremden, gutaussehenden Mann, der ihren Blick erwidert und schon ist es um die beiden geschehen.

Als Zuschauer fragt man sich bei solchen Szenen allerdings manchmal: Wieso wissen die Protagonisten im Film immer sofort, dass der andere das Gleiche möchte, obwohl sie noch kein einziges Wort miteinander gewechselt haben? In der Realität scheint das schwieriger zu sein: Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Männer nur 36 Prozent der Flirtsignale erkennen und Frauen gerade einmal 18 Prozent.

Doch tatsächlich ist es nicht nur im Film ganz einfach die Flirtbereitschaft des Gegenübers einzuschätzen. Der wichtigste Tipp dabei lautet: Achten Sie auf das Gesicht! Die Mimik eines Menschen enthüllt nämlich zuverlässig, wie er oder sie sich fühlt. Flirten ist ein biochemischer Prozess, den wir kaum beeinflussen können. Vier Hormone spielen dabei eine Rolle. Das sind die beiden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin und die beiden Glückshormone Dopamin und Phenylethylamin. Flirten ist also ein Wechselspiel von Stress- und Glücksempfinden, das sich als Freude äußert.

Trifft unser Blick auf eine Person, von der wir uns angezogen fühlen, springt in unserem Gehirn das Belohnungszentrum an. Das führt dazu, dass wir uns freuen und dies steht uns ins Gesicht geschrieben. Dabei müssen Sie unbedingt zwischen dem sogenannten sozialen Lächeln und der echten Freude unterschieden werden. Echte Freude erkennen Sie nicht am Lächeln sondern an den Augen. Freuen wir uns, zieht sich der äußere Augenringmuskel zusammen, dabei entstehen die berühmten Lachfältchen in den Augenwinkeln. Achten Sie also auf die Augen, um zu erkennen, ob der andere sich von Ihnen angezogen fühlt!

Wenn Ihr Gegenüber zusätzlich auch noch leicht gestresst wirkt, dann können Sie davon ausgehen, dass Sie sehr gute Karten haben. Stress entsteht beim Flirten nämlich, weil uns eine innere Stimme sagt: „Oh Gott, ich finde ihn ja wahnsinnig attraktiv, aber was ist, wenn ich einen Korb bekomme?“ Diese Gedanken führen dazu, dass wir zum Beispiel mit den Haaren spielen, uns im Gesicht kratzen oder die Lippen lecken. Männer berühren sich vor allem im Bartwachstumsbereich, wenn sie eine attraktive Frau sehen. Frauen legen häufig den Kopf leicht schräg und massieren ihren Hals. Entdecken Sie solche Stresssignale in Kombination mit dem Gesichtsausdruck echter Freude, dann stehen alle Ampeln auf grün für den nächsten Schritt!

Dirk W. Eilert ist Experte für Mimikresonanz und der Autor des Buches „Der LIEBES-CODE – Wie Sie Mimik entschlüsseln und Ihren Traumpartner finden“.