Als ich die Werbung für Eva Langlais‘ Shifter Romance Kodiak’s Claim gesehen habe, war klar: Das muss ich lesen! Nicht nur bin ich ausgemachter Alaska Fan, sondern war auch supergespannt, was mich bei den männlichen Männern, die sich in ach so männliche Raubtiere verwandeln, erwartet.

Ich dachte mir: Steamy, wild, at least. Die 240 Seiten haben sich ruck-zuck runtergelesen und mich dann allerdings mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Das Shiften vom Mann zum Kodiak Bär in diesem Fall (möglich sind aber auch alle anderen Tiere und auch Frauen können Shifter sein) fand ich tatsächlich cool. Wie praktisch und toll, dass man beides zugleich sein kann: Mensch und Raubtier. Zumal die Shifter Verletzungen im Kampf besser vertragen, sprich schneller heilen und einem Grizzly oder Kodiak Bär ein paar Kugeln aus der heimischen Schrotflinte scheinbar kaum etwas anhaben können. Finde ich, ist ein Knaller. Toll auch, dass sich eine der Frauen in eine schlaue Füchsin verwandelt; mein feministisches Herz schlug höher.

Doch eigentlich geht es um Tammy, die, wie könnte es anders sein, zu Beginn der Geschichte von ihrem Boyfriend fallen gelassen wird, weil, haltet euch fest, sie zu dick ist. Natürlich.  Mein feministisches Herz schmerzte, aber auch weil, es so stereotyp ist. Kurzerhand verbrennt Tammy Machos  Klamotten im Grill, um sich dann über dem Feuer ein Steak zu brutzeln. Finde ich einen coolen Move. Doch dann geht es eigentlich erst richtig los, denn Tammy muss in den hohen Norden um für ihren Arbeitgeber, eine Versicherung, zu erforschen, ob ein Unternehmer den Diebstahl von drei Transportern tatsächlich korrekt angemeldet hat. Könnte ja auch sein, dass er die Versicherung betrügen will. Und so kommt Tammy in die Kälte Alaskas und macht ziemlich schnell Bekanntschaft mit Shiftern, auch wenn sie das noch nicht erkennt und begreift. Bald lernt sie auch den Clanführer Reid kennen, seines Zeichens auch Kodiak Bär. Es kommt zu verschiedenen amüsanten Szenen, denn beim shiften reißen sich die Männer erst mal die Kleider vom Leib, um dann beim zurückshiften splitterfasernackt da zu stehen. Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass Tammy davon nicht unbeeindruckt ist. Und so kommt es, wie es kommen muss. Reid und Tammy landen zuerst auf dem Sofa, dann im Bett und schließlich in der Küche und dem Badezimmer. Nice und auch ein bisschen steamy. Aber der Clan wird bedroht, denn die gestohlenen Transporter waren kein Zufall. Reid muss seine Familie und die Stadt beschützen und auch sein City Girl Tammy. Längst hat Tammy herausgefunden, warum Reid so oft plötzlich nackt vor ihr stand und weiß nun um das Geheimnis der Stadt. Das bringt sie in eine sehr brenzlige Situation und es bedarf die gesamte Schlagkraft ihres Bären, um sie zu retten, rasanter Showdown inklusive.
Und obwohl mir Eva Langlais Roman einfach zu amerikanisch war (zu viele Waffen in den Händen von jedem und zu viele mental geschädigte Ex-Soldaten, für die das Töten auch jetzt noch Mittel zum Zweck ist), wird dies wohl nicht meine letzte Shifter Romance gewesen sein. Ein bisschen mehr Steam darf es aber schon sein, bitte.

Up next: Patricia Briggs – Moon Called. Habt ihr auch schon Shifter Romance gelesen? Wie hat es euch gefallen, und habt ihr Empfehlungen für mich?