Wie haben Sie Ihre Liebe zum Schreiben entdeckt?

Gar nicht. Sie war einfach da. Ich schreibe schon, seit ich die Buchstaben kenne, und erinnere mich, dass ich als Kind bereits Schulhefte mit Geschichten gefüllt habe. Das war immer mein Ding.

War für Sie immer klar, dass Sie Autorin werden möchten?

Ja. Oder zumindest so klar, wie einem das sein kann, das ist ja kein Ausbildungsberuf. Aber ich habe schon immer sehr gerne geschrieben, und ich wusste, dass meine zukünftige Tätigkeit etwas damit zu tun haben sollte. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe eine Weile als Lektorin und Übersetzerin gearbeitet, bevor es dann mit den eigenen Büchern geklappt hat.

Sowohl „Colours of Love“ als auch „Daringham Hall“ sind auf mehrere Teile angelegt. Sind Fortsetzungen reizvoller als abgeschlossene Romane?

Beides hat seinen Reiz, finde ich. Eine Fortsetzung hat den Vorteil, dass man tiefer in eine Geschichte eintauchen kann, weil man einfach mehr Platz hat, sie zu erzählen. Das finde ich schon sehr schön. Außerdem kehrt man zu liebgewonnenen Charakteren zurück, ich denke, das schätzen auch die Leser.

Wer oder was inspiriert Sie zu neuen Geschichten?

Alles, was ich sehe, höre oder lese. Eine Szene aus einem Film, ein Artikel in der Zeitung, ein Gespräch, das ich führe – alles kann den einen entscheidenden Gedankengang auslösen, der zu nächsten Idee führt. Wobei es damit nie getan ist. Um ein Buch zu schreiben, braucht es nicht eine Idee, sondern hunderte. Aber die Inspirationen liegen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße.

Wie sieht das Schreiben konkret bei Ihnen aus?

Das werde ich ganz oft gefragt, aber einen normalen Tagesablauf gibt es bei mir nicht. Das liegt daran, dass man leider nicht auf Knopfdruck schreiben kann. Kreativität lässt sich nicht erzwingen, und es gibt Tage, da will mir einfach nichts gelingen und ich starre die leere Seite an. Dafür läuft es dann zu einem anderen Zeitpunkt wieder so gut, dass ich richtig im Schreiben versinke und es nur so aus mir heraussprudelt. Aber ich versuche es auf jeden Fall täglich, und dafür sitze ich – ganz schnöde – am Schreibtisch. Einen guten Text zu schreiben ist harte Arbeit, das fliegt einem nicht im Café bei einem Cappuccino einfach so zu. Leider.

Sie können über große Gefühle schreiben, aber auch Ihre erotischen Geschichten sind sehr packend. Was sind die Unterschiede beim Schreiben?

Beides ist eine Herausforderung. Ich finde, gerade wenn es um Gefühle geht, wenn ich etwas in meinen Lesern wecken will, wenn sie mitgehen sollen, dann muss jedes Wort sitzen. Ich bin da sehr kritisch, schreibe Szenen oft zig Mal um, bevor ich wirklich damit zufrieden bin. Und das gilt bei mir für alle Stellen im Buch, da mache ich eigentlich keine Unterschiede.

Was ist schwieriger zu beschreiben: die große Liebe oder eine Sex-Szene?

Es ist beides schwer. Liebesszenen dürfen nicht zu kitschig sein und Sexszenen nicht peinlich. Beides lebt davon, dass der Leser mitgeht und bereit ist, sich auf die Emotionen einzulassen, die die Charaktere gerade durchleben, und das ist immer eine Gratwanderung, an der man als Autor hart arbeiten muss.

Können Sie sich noch an Ihre ersten Erotik-Schreibversuche erinnern? War das komisch?

Nein. Ich schreibe ja keine reine Erotik-Literatur, sondern leidenschaftliche Liebesgeschichten, und da gehört für mich der Sex dazu. Wenn ein Mann und eine Frau sich sehr zueinander hingezogen fühlen, dann landen sie früher oder später im Bett, und ich finde nichts dabei, auch das zu beschreiben. Das ist doch etwas sehr Schönes.

Welche Rolle spielen Daten wie der Valentinstag für Sie?

Ich finde es schön, dass es einen Tag gibt, an dem man besonders an seinen Liebsten denkt und sich etwas Schönes für ihn oder sie ausdenkt. Er ist nicht wirklich nötig für eine glückliche Beziehung, aber es ist ein netter Anlass. Im Alltag kann so etwas nämlich schnell untergehen, und gerade Termine wie der Valentinstag erinnern uns wieder daran, was wichtig ist. Große Geschenke brauche ich an einem solchen Tag aber nicht, für mich sind es eher die kleinen Gesten, die mich berühren.

Was war der schönste Liebesbeweis, den Sie je bekommen haben?

Mein Mann überrascht mich immer wieder mit tollen Liebesbeweisen. Er ist sehr aufmerksam und hört gut zu. Wenn ich erwähne, dass ich etwas gut finde, oder mir etwas gut gefällt, dann merkt er sich das – und ich bekomme es, wenn ich gar nicht damit rechne. Das ist nicht immer etwas Materielles, das kann auch einfach mal Zeit für uns sein. Er macht sich in dieser Hinsicht wirklich viel Gedanken. Immer noch. Das liebe ich sehr an ihm.

Die TOP 5 Liebesfilme von Kathryn Taylor

  • Tatsächlich Liebe

Für mich der schönste Liebesfilm aller Zeiten. Ich finde jede der verschiedenen, genial miteinander verwobenen Geschichten großartig – und ich heule jedes Mal am Ende vor Rührung.  Pflichtfilm an Weihnachten.

  • Stolz und Vorurteil

Ich liebe die Verfilmung mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen. Herrliche Bilder, tolle Kostüme und eine zarte Liebesgeschichte zum Dahinschmelzen. Von der Szene, wo Mr Darcy im Morgengrauen über das Moor kommt, kriege ich nie genug.

  • Titanic

Eine tragische Liebe, die einem das Unglück des Titanic-Untergangs erst so richtig bewusstmacht. Großes Kino und eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst, schon allein wegen des genialen Soundtracks.

  • Während du schliefst

Immer wieder ein Vergnügen, Sandra Bullock dabei zuzusehen, wie sie in die Familie ihres vermeintlichen Verlobten stolpert – und sich in dessen Bruder Jack verliebt. Die perfekte Mischung aus Humor und Romantik.

  • Auf immer und ewig

Meine Lieblingsversion von Aschenputtel mit Drew Barrymore und Dougray Scott in den Hauptrollen. Ein echter Hach-Film, der das alte Märchen gründlich aufpoliert. Wer hier am Ende nicht seufzt, der hat kein Herz.

Daringham Hall – Ein englischer Landsitz als

Schauplatz einer dreiteiligen Serie

Auf Daringham Hall darf für die Bewohner eigentlich alles so bleiben wie bisher. Doch dann meldet sich ein Fremder, der behauptet der Erbe des englischen Landsitzes zu sein. Ben Sterling, erfolgreicher IT-Unternehmer aus New York reist an, um seinen Anspruch geltend zu machen – und Rache zu nehmen, an der Familie seines ungeliebten Vaters.

Doch kurz nach seiner Ankunft wird er in einen Unfall verwickelt und erhält einen Schlag auf den Kopf, der zum vollständigen Gedächtnisverlust führt. Kate, die Tierärztin des Dorfes, pflegt ihn und fühlt sich schon bald zu ihm hingezogen. Ben lernt nicht nur sie, sondern auch das Gut kennen und lieben. Bis seine Erinnerungen zurückkehren und er sich fragen muss, was ihm wirklich wichtig ist – seine Vergangenheit oder die neu gewonnenen Freundschaften.

In drei spannenden Büchern rund um den Landsitz Daringham Hall finden Kate und Ben heraus, dass das Leben manchmal allerlei Überraschungen bereithält.

Colours of Love – Mitreißend, erotisch

& voller verbotener Gefühle

Für alle Leser von „Fifty Shades of Grey“ gibt es mit „Colours of Love“ eine weitere Serie gefühlvoller Liebesgeschichten. In den Bänden „Entfesselt“ und „Entblößt“ lernt Grace während ihres Praktikums in London den attraktiven Jonathan kennen. Gemeinsam wagen sie ein erotisches Spiel, das einer Regel unterliegt: keine Gefühle.

Mit „Verloren“ und „Verführt“ entführt Sie Autorin Kathryn Taylor nach Rom. Dort begegnen sich die Kunsthändlerin Sophie und der Kunstprofessor Matteo. Während sich Sophie rettungslos in ihn verliebt, scheint Matteo seltsam distanziert.

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