Welches ist Ihr schönstes Valentinstag-Date-Erlebnis?

Die schönsten Valentinstage sind eigentlich die, an denen man nichts Großartiges plant: Man macht sich zusammen einen romantischen Abend und kuschelt zusammen auf der Couch. In diesen Momenten feiert man ohne viel Brimborium, dass man sich liebt und füreinander da ist.

Und Ihr schrecklichstes?

Das hat sich ereignet, weil ich versucht habe, zum Valentinstag etwas ganz Besonderes für meinen Schatz zu organisieren. Es sollte ein traumhafter Ausflug in die Vulkaneifel werden. Doch während der Wanderung kamen wir vom Pfad ab und dann schlug auch noch das Wetter um. Zum Schluss kauerten wir total durchnässt in irgendeinem Unterstand mitten in der Pampa, knabberten ein paar Kekse und wärmten einander. Aber irgendwie war das dann auch wieder ganz romantisch.

Was macht einen Mann perfekt?

Perfektion liegt da wohl im Auge des Betrachters – und in seinem Herzen. Liebe ist immer noch eines der größten Geheimnisse unseres Lebens. Man weiß nie, wann sie einen erwischt. Und schon gar nicht lässt sie sich planen oder an irgendwelchen Kriterien festmachen, an denen sich Perfektion bemessen lässt. Denn niemand ist vollkommen perfekt. Es ist viel wichtiger, dass man perfekt zueinander passt. Indem man sich ergänzt, sich vertraut, sich erfreut, sich inspiriert, sich Mut macht, sich aufeinander verlässt und nicht zuletzt sich über alles liebt.

Mit „different boys“ haben Sie eine wunderbare Gay Romance-Serie entworfen, die uns die turbulenten Geschichten von den Zwillingsbrüdern Colin und Tom erzählt. Was macht die Serie so besonders?

Die Persönlichkeiten der beiden Zwillinge stehen für die gegensätzlichen Facetten, die wir in uns allen spüren. Auf der einen Seite der abenteuerlustige, extrovertierte Colin. Auf der anderen Seite der häusliche, introvertierte Tom. In unterschiedlichen Ausprägungen können wir etwas von Tom und Colin in uns allen finden. Sie stehen für die zwei Seelen, die in unserer Brust schlagen. Und wir können nachvollziehen, warum zwischen ihnen ab und zu die Fetzen fliegen, sie sich am Ende jedoch immer wieder zusammenraufen und einander helfen.

Wie haben Sie die Welt von „different boys“ entworfen? Und was hat Sie beim Schreiben, beim Ausgestalten von Figuren und Geschichten, beeinflusst?

Die Zwillinge sind in Köln zu Hause – genau wie ich. Und Köln ist eine pulsierende und lebensfrohe Stadt, in der immer wieder faszinierende und überraschende Dinge erlebt, wenn man ausgeht, sich mit Freunden trifft oder einfach nur durch die Straßen läuft. Diese kleinen und großen Geschichten sind die Puzzlesteine, aus denen ich die Welt von Tom und Colin zusammengesetzt habe. Die beiden existieren zwar nicht in der Realität, aber ich habe mich schon von den vielen Menschen, die mir in meinem Leben begegnet sind, inspirieren lassen, um glaubwürdige und vielschichtige Charaktere zu entwickeln.

Welchen von Beiden würden Sie selbst lieber Daten oder mit wem wären Sie privat wohl besser befreundet – mit Colin oder mit Tom?

Ich habe meinen Mann fürs Leben schon gefunden, daher kann ich den beiden leider kein Date anbieten. Aber ich könnte mir gut vorstellen, mit ihnen befreundet zu sein. Mit Tom könnte man ausgiebig durch Museen schlendern oder ins Theater gehen, während Colin eher die Anlaufstelle zum Partymachen und Abtanzen wäre.

Köln feiert sich gern als Schwulenhauptstadt, spielt die Serie deshalb genau da?

Schwule gibt es überall: in Köln, in Buxtehude und vielleicht irgendwann auch mal auf dem Mond. Aber das Umfeld prägt das Leben eines Menschen. Köln feiert gerne und IST die Hauptstadt der Schwulen, Lesben und aller anderen Menschen, deren Gender-Identität nicht ins klassische Männer/Frauen-Schema passt. Nirgendwo sonst gibt es so ein dicht gewebtes Netz zwischen den Menschen innerhalb der Community, das sich weit über das Kneipen- und Nachtleben hinaus erstreckt. Ob Sport, Kultur oder Business: überall ist die LGBT-Community präsent. Daher ist Köln die perfekte Spielfläche, um eine Gay-Romance-Reihe zu erzählen.

Fehlt es in Deutschland an Literatur speziell für Homosexuelle?

Auch Schwule hatten immer das Bedürfnis, ihre Geschichten und Erfahrungen niederzuschreiben. Man sagt Schwulen ja nach, sie hätten eine künstlerische Ader. Somit gibt es schon ein Buchsegment mit schwulen Themen. Doch viele ranken sich noch um problembehaftete Erfahrungen durch gesellschaftliche und gesetzliche Unterdrückung, HIV und AIDS oder sie ironisieren das schwule Leben mit überzeichneten Klischees. Klar: bis zur vollkommenen Gleichberechtigung ist es noch ein weiter Weg, HIV ist bis heute eine unheilbare Infektion und man muss auch über sich selbst lachen können. Aber es gibt heutzutage auch glücklicherweise die andere Seite: die Möglichkeit, als Schwuler ein Leben zu führen, in dem die sexuelle Orientierung keine größere Rolle spielt als die Haarfarbe oder der Musikgeschmack. Und das schenkt uns die Freiheit, fröhliche und romantische Geschichten aus einer schwulen Perspektive zu erzählen – so wie die „different boys“.

Norman Starks Top 3 der Gay-Hot-Spots

Traum(reise)ziele weltweit

Welche sind deine Top 3-Traumreiseziele, die du unseren Lesern ans Herz legen magst?

Die Wahl der Destination hängt natürlich davon ab, was man erleben möchte. Das Leben eines Schwulen besteht ja nicht nur daraus, die Nächte durchzufeiern. Mich zieht es in Orte, die mich mit ihrer Kultur faszinieren oder durch ihre Natur begeistern – und trotzdem eine Community besitzen, in der man sich zu Hause fühlt. Ganz oben auf der Liste steht für mich Reykjavik. Die kleine Hauptstadt Islands ist in Wahrheit eine ganze Große – auch in Sachen Gay Life. Und die Natur der Insel ist wirklich atemberaubend. Wer es lieber etwas wärmer mag, fühlt sich vielleicht in Barcelona wohler. Hier erlebt man einen perfekten Mix aus kulturellen Highlights und schwulem Strandleben – perfekt für einen Kurz- oder Langurlaub.  Mein ganz persönliches Traumziel ist derzeit Vancouver und der gesamte Pacific Northwest Kanadas und der USA. Atemberaubende Natur trifft dort auf das bunte Leben liberal gesinnter Großstädte. Und wenn man mit seinem Schatz unterwegs ist oder zufällig seinen Traummann trifft, kann man auch direkt mit Amt und Siegel heiraten.

 

Zum Inhalt: Die neue Gay-Romance-Serie „different boys“ erzählt die turbulente Geschichte von Colin und Tom, den Zwillingsbrüdern, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch beide nur versuchen, ihr Leben, die Liebe und das Glück zu meistern.

Colin hält Monogamie für den größten Betrug an der Menschheit und stürzt sich von einem erotischen Abenteuer ins nächste. Sein Job als Flugbegleiter führt ihn dabei rund um die Welt zu den angesagtesten Gay-Hot-Spots und heißesten Kerlen.

Tom umgibt sich lieber mit anderen Dingen, die das Leben schöner machen. Er hat in Köln seinen eigenen Designladen für Wohnaccessoires eröffnet. Doch zwischen all den leuchtenden Kerzenständern und kuscheligen Kissen vermisst er eins mehr als alles andere: den perfekten Mann fürs Leben – bis der ihm eines Tages wortwörtlich vor die Füße fällt.

Für zusätzlichen Wirbel und Konfusionen im Leben der Zwillinge sorgen Mutter Ela und ihre besten Freunde Jenny, Basti, Daggi, Valeska und Adrian. Und dann ist da noch Schwester Lisa, deren erzkonservativer Mann einen Keil in die Familie treiben will.

Liebe, Drama, Witz und Erotik – das ist die bunte Welt der different boys! Denn egal ob homo, bi, transgender, hetero oder ABF – eigentlich suchen wir doch alle das gleiche: Liebe, Glück und Spaß am Leben!

 

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