Mit der Liebe ist es ja so eine Sache. Manche sagen, wo die Liebe hinfällt, könne niemand beeinflussen. Wenn zwei Menschen füreinander bestimmt sind, dann finden und lieben diese sich ganz automatisch. Andere hingegen sind der Meinung, dass man den Weg der Liebe durchaus mitbestimmen kann.

Und nicht jedem reicht es, einem Gänseblümchen die Blätter auszurupfen und dabei auszuzählen: „Er liebt mich, er liebt mich nicht …“ Wer der Liebe konkret auf die Sprünge helfen möchte, findet hier vielleicht ein wenig Inspiration. Werfen wir einen Blick nach Österreich: Um herauszufinden, ob der Angebetete das Interesse erwidert, haben sich die Frauen noch bis ins 19. Jahrhundert ein Stück Apfel unter die Achsel geklemmt. Und zwar vor einem geselligen Tanzabend. Dieses Stück haben sie anschließend, mit Schweiß bedeckt wie es war, dem Herzensmann angeboten – nahm er es an, bekundete er dadurch sein Interesse. Lehnte er ab, musste die Zurückgewiesene weiterschauen. Tja, Liebe geht durch den Magen …

Das Tanzen spielt auch bei den Liebesbräuchen im afrikanischen Niger eine Rolle. Einmal im Jahr werben die Männer des Wodaabe-Stammes um die Gunst einer zukünftigen Ehefrau, indem sie – stark geschminkt – wild tanzen. Die Frauen des Stammes schauen zu und wählen schließlich den Mann zum Gatten, der am auffälligsten geschminkt ist und am aussagekräftigsten tanzt. Ob Männer hierzulande bei uns landen würden, wenn sie stark geschminkt um uns herumtanzen, ist fraglich. Wie schön, dass wieder einmal gilt: andere Länder, andere Sitten.

Ganz anders kann man in Zypern vorgehen: Hier orientiert man sich naheliegenderweise an den Sagen der „alten Griechen“, die ja ein breites Repertoire hatten. Die Legende von Aphrodite, die sich an einer Wassergrotte aufhielt und dadurch zum Liebesobjekt des durstigen Gottes Adonis wurde, ist nach wie vor aktuell. Adonis soll sich genau in dem Moment in Aphrodite verliebt haben, als er von dem Wasser trank. Deshalb reisen Verliebte bis heute zu der Grotte und hoffen, dort auf den durstigen Angebeteten zu treffen.

Auch in Japan huldigt man der Liebe und der geliebten Person auf interessante Weise. Beim alljährlichen Kanamaur Matsuri, dem sogenannten Penis-Festival, ziehen Männer und Frauen mit Gegenständen, die verdächtig nach Phallus aussehen, durch die Straßen und huldigen der Liebe und der Fruchtbarkeit.

Quelle Österreich; Quelle Niger; Quelle Zypern; Quelle Japan