Liebe geht durch den Magen. Und da dies ist eine Weisheit ist, die viel Wahres in sich birgt, sollte man sich diese Idee zunutze machen. Denn Essen und Lieben sind die natürlichsten Bedürfnisse des Menschen. Klar, dass man da beides mit Genuss tun sollte. 🙂

Da bietet sich ein Liebesmahl für die Person deines Herzens geradezu an. Wenn man dazu aphrodisierende, also die Libido anregende, Zutaten verwendet, sollte einem rundum beglückenden Mahl nichts mehr im Wege stehen. Und da es eine ganze Bandbreite von als stimulierend geltenden Lebensmitteln gibt, sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Dass Austern viel Eiweiß, Zink und Jod enthalten, wodurch die Spermienbildung und die Ausschüttung von luststeigernden Schilddrüsenhormonen angeregt werden, ist ja schön und gut – hilft aber demjenigen, der keine Meeresfrüchte mag, nicht weiter. Analog dazu verhält es sich mit dem Konsum von Artischocken. Ihrem Verzehr soll die Ausschüttung des weiblichen Sexualhormons Östrogen folgen. Zugegeben, auch Artischocken sind nicht jederfraus Geschmack. Doch auf ein Genussmittel dürften sich alle einigen können: die gute alte Schokolade! Zwar müssen wir uns eingestehen, dass die aphrodisierende Wirkung von Schokolade viel umstrittener ist, als wir wahrhaben wollen, ob man also an die luststeigernde Wirkung des Phenylethylamins (des Hormons, das unser Körper produziert, wenn wir uns verlieben) glaubt, ist letztendlich jedem selbst überlassen – auf einen Versuch sollte man es aber auf jeden Fall ankommen lassen. Und selbst wenn das köstliche Schokodessert nicht heiß macht – schmecken tut es allemal!

Als weitere lustfördernde Ingredienz eines erotischen Mahls bietet sich Vanille an. Dessen Aromastoff Vanillin ist chemisch dem Pheromon, also dem menschlichen Sexuallockstoff, sehr ähnlich. Nicht ohne Grund wird Vanillin auch manchen Parfüms beigesetzt … Oder doch etwas Ausgefalleneres? Wie wäre es mit Trüffel? Diese enthalten viele Aminosäuren, deren Duft dem des männlichen Geschlechtshormons ähnelt. Wer es jedoch heißer und schärfer mag, kann auf Ingwer oder Chili zurückgreifen. Aufgrund seiner Schärfe verbessert Ingwer die Versorgung auch empfindlicher Körperteile mit sauerstoffreichem Blut – und das verspricht größeren Genuss beim Sex. Heiß geht es auch beim Verzehr von Chili her, denn das im Chili enthaltene Capsaicins erzeugt Wärme, weshalb auch ihm eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben wird. Denn wenn das Blut so richtig in Wallung gerät, steht mit Sicherheit ein heißer Abend bevor.